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Historische Gemüsegewächshäuser des Museums ’t Grom (Midzeelhoeve)

Sint-Katelijne-Waver, Provinz Antwerpen

Historische Gemüsegewächshäuser des Museums ’t Grom (Midzeelhoeve), Sint-Katelijne-Waver, Provinz Antwerpen
Foto : Kevin.damoiseau.vives — CC BY-SA 4.0

Quellen geprüft im Oktober 2026

„Ein Mechelner Gewächshaus von 1946, ein Gärtnereigewächshaus der Nachkriegszeit und ein Gewächshaus vom Venlo-Typ, in einem Gemüsemuseum wiederaufgebaut und als Denkmal geschützt.“
Jahr
Gewächshäuser von 1946 bis zu den 1980er-Jahren, ab 1981 auf dem Gelände wiederaufgebaut
Stil
Flämische Marktgärtnerei-Gewächshäuser des 20. Jahrhunderts aus Holz, Eisen, Aluminium und Glas
Abmessungen
Grundfläche von etwa 2.043 m² (Flämisches Inventar); Mechelner Gewächshaus etwa 10 × 6 m
Status
In den Gärten des Museums ’t Grom für die Öffentlichkeit zugänglich; Gewächshäuser seit 2015 als Denkmal geschützt

Auf dem Gelände der Midzeelhoeve, einem ehemaligen Abteihof, der 2006 zum Gemüsemuseum ’t Grom wurde, zeichnen Frühbeete und Gewächshäuser verschiedener Typen den Aufstieg des Gewächshausanbaus in der Mechelner Gemüsebauregion nach. Das 1981–1982 abgebaute Mechelner Gewächshaus von 1946 wurde mit seinem originalen Holz, Eisen und Glas wiederaufgebaut; ein Gärtnereigewächshaus der Nachkriegszeit wurde nach Vermessung des Originals neu angefertigt, und ein großes Gewächshaus vom Venlo-Typ der 1970er- und 1980er-Jahre wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts wiederaufgebaut. Die seit 2015 als Denkmal geschützte Gruppe ist in den Museumsgärten zu sehen.

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Im Detail ≈ 3 Min. Lesezeit

Geschichte

Rund um die Höfe der Midzeelhoeve wird mindestens seit 1712 Gemüse angebaut, zunächst von Pächtern der Zisterzienserabtei Roosendael und später von anderen Bewohnern. Gewächshäuser kamen erst später hinzu, zusammen mit Geräten, die an den Tonboden und die Kulturen angepasst waren. In der Gemeinde tauchten die ersten Gewächshausbetriebe in den 1880er-Jahren während einer Agrarkrise auf, und das Mechelner Gewächshaus wird als von etwa 1880 bis etwa 1980 in Gebrauch angegeben.

Das Gemüsemuseum ’t Grom wurde 2006 vom Verein Midzeelhoeve eröffnet. Ab den 1980er-Jahren wurden auf dem Gelände zu Dokumentations- und Lehrzwecken Frühbeete und Gewächshäuser verschiedener Typen wiederaufgebaut, laut dem Flämischen Inventar mit großem Respekt vor den originalen Materialien und Techniken. Das Mechelner Gewächshaus von 1946 stammt von der Familie Geens in Onze-Lieve-Vrouw-Waver, wo es am Hagenweg stand; es wurde 1981–1982 abgebaut und wiederaufgebaut. Das Gärtnereigewächshaus, kurz nach dem Zweiten Weltkrieg am Peutersweg gebaut und von der Familie Smits gestiftet, erwies sich als zu zerbrechlich, um wieder aufgerichtet zu werden: Es wurde vermessen, und seine Profile wurden nach dem originalen Muster neu angefertigt. Das zweischiffige Gewächshaus vom Venlo-Typ aus den 1970er- und 1980er-Jahren wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts auf dem Gelände wiederaufgebaut.

Die Gruppe steht seit einem Beschluss vom 8. Juni 2015 unter Denkmalschutz.

Architektur und Ingenieurbau

Das Flämische Inventar beschreibt vier Elemente. Der einfache flache Frühbeetrahmen steht auf einem zementierten Backsteinsockel und trägt seine originalen verglasten Fenster; der doppelte flache Frühbeetrahmen aus Holz ist neu und vom Schutz ausgenommen, abgesehen von den Fenstern seines Satteldachs, die original sind.

Das Mechelner Gewächshaus, auch Blumenkohlgewächshaus oder „kniekas“ genannt, ist ein Rechteck von etwa 10 mal 6 m: sechs Holzbinder auf einem Backsteinsockel, alle zwei Meter durch einen Firstbalken und Pfetten verbunden. Die Scheiben sind mit Kitt in einem Eisenrahmen befestigt, der auf einem niedrigen Backsteinsockel sitzt; die gläsernen Seitenwände knicken in etwa einem Meter Höhe ab, daher der Spitzname. Die hölzerne Schiebetür ist teilweise verglast.

Das Gärtnereigewächshaus hat einen hohen Backsteinsockel, der eine verglaste Eisenkonstruktion auf fünf Bindern trägt; seine Scheiben sind mit Silikon statt mit Kitt befestigt, und die Schiebetür ist vollständig verglast. Das große Gewächshaus vom Venlo-Typ („warenhuis“) verbindet Eisen, Aluminium und Glas auf einem Betonsockel: Vier Eisenbinder tragen ein Doppelsatteldach mit Lüftungsfenstern, lange schmale Scheiben werden von Gummidichtungen gehalten, und eine breite Aluminiumtür lässt kleine landwirtschaftliche Fahrzeuge ein.

Pflanzensammlungen

Die Gewächshäuser werden weiterhin zum Gemüseanbau genutzt: Laut der Website moes-tuin.be sind zwei historische Gewächshäuser, ein modernes Gewächshaus und Frühbeete in Betrieb. Im Mechelner Gewächshaus trennt ein zentraler Pfad aus gestampfter Erde zwei Zonen, in denen im Winter Blumenkohlsetzlinge in den charakteristischen roten Keramiktöpfen angezogen werden, bis sie im zeitigen Frühjahr ausgepflanzt werden; im Frühjahr und Sommer dient es für Freilandtomaten, Gurken und anderes Gemüse. Das Gärtnereigewächshaus erkennt man an seinen erhöhten Betonbänken. Die eigene Website des Museums stellt klar, dass das „Blumenkohlgewächshaus“ in Wirklichkeit ein Weintreibhaus ist.

Rundherum präsentiert das Museum vier historische Gärten, die durch 1.200 m Wege verbunden sind, und einen botanischen Garten, der die genetische Vielfalt der Pflanzen bewahrt: mehr als zehn Unterarten von Kohl, darunter den frühen Mechelner Blumenkohl, und alte Kartoffeln wie Rote Emma oder Blauwe Busschots. Die Tomate Roem van Mechelen gehört zu den erwähnten lokalen Sorten.

Besuch

Die Gewächshäuser stehen in den Gärten des Museums ’t Grom in Midzelen, im Südwesten von Sint-Katelijne-Waver. Die Website spricht von „2.000 Schritten im Grünen“ und empfiehlt, das Gelände mit einem Audioguide oder einem Führer zu erkunden. Die Gärten sind in der warmen Jahreszeit am schönsten: Von Mai bis Oktober hat das Museum auch samstags geöffnet. Als Museum, das ebenso zum Mitmachen wie zum Anschauen gedacht ist, bietet es Ausstellungen, Workshops und Kinderaktivitäten; es belegt die Höfe der Midzeelhoeve, von denen einer laut der niederländischen Wikipedia seit Juni 2006 ein Café-Bistro beherbergt. Ringsum erstreckt sich eine Naherholungs-Grünzone, die zwischen der Straße von Midzelen, der Eisenbahnlinie Antwerpen–Brüssel, der R6 und dem Heisbroekweg angelegt wurde.

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51.06° N, 4.50° E

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Quellen (8)

  1. tgrom.be/detuinen
  2. tgrom.be/over
  3. tgrom.be/bezoek
  4. inventaris.onroerenderfgoed.be/erfgoedobjecten/301184
  5. inventaris.onroerenderfgoed.be/aanduidingsobjecten/9792
  6. nl.wikipedia.org/wiki/%27t_Grom
  7. nl.wikipedia.org/wiki/Mechelse_groentestreek
  8. moes-tuin.be/erfgoed-en-meer/toontuinen
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