Tropenhaus im Haus des Meeres (Aqua Terra Zoo)
Wien (Mariahilf, Esterházypark)
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Quellen geprüft im September 2026
- Jahr
- 2000
- Stil
- Verglaster Wintergarten-Anbau, an einen Flakturm des Zweiten Weltkriegs angefügt
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet (2023 renoviert)
Seit 1957 belegt das Haus des Meeres, Wiens Aquarium und Zoo, einen ehemaligen Flakturm aus dem Zweiten Weltkrieg im Esterházypark. Am 7. September 2000 eröffnete es nach einem Jahr Bauzeit das Tropenhaus an der Westseite des Turms: eine Konstruktion mit Glaswänden, ähnlich einem Wintergarten, nach Angaben eines lokalen Führers 20 Meter über dem Boden gelegen. Frei fliegende Vögel, Flughunde, Krallenaffen und Schildkröten teilen sich sein tropisches Klima. Im Jahr 2023 acht Monate lang vollständig renoviert, erhielt es 2020 einen großen verglasten Anbau.
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Geschichte
Das Haus des Meeres nimmt einen der Flaktürme ein, die im Zweiten Weltkrieg in Wien errichtet wurden, und zwar den im Esterházypark im 6. Bezirk (Mariahilf). Der Verein, der es betreibt, wurde am 26. November 1957 ausdrücklich zur Schaffung dieses Vivariums gegründet, das im selben Jahr eröffnet wurde; 2013 wurde er Eigentümer des Turms, der 2003 seinen Denkmalschutz verloren hatte.
Das Tropenhaus, an der Westseite angebaut, wurde am 7. September 2000 nach einem Jahr Bauzeit für die Öffentlichkeit geöffnet. Laut Wikipedia steigerte dieser Anbau die jährliche Besucherzahl auf 180.000. Das Wachstum hielt an: Im Juni 2018 begannen die Arbeiten an einem verglasten Zubau mit 3.000 m² Nutzfläche, vom Verein finanziert und mit zehn Millionen Euro veranschlagt, der 2020 fertiggestellt wurde. Im Jahr vor diesem Projekt hatte das Haus des Meeres rund 630.000 Besucher empfangen.
Im Jahr 2023, nach mehr als zwanzig Jahren intensiver Nutzung, wurde das Tropenhaus von Grund auf erneuert, einschließlich Abbrucharbeiten, in einer Bauzeit von acht Monaten. Der Besucherweg im Innern wurde von Anfang bis Ende neu gestaltet.
Architektur und Ingenieurbau
Das Tropenhaus ist ein Bauwerk mit Glaswänden, ähnlich einem Wintergarten, das an die Westseite des Betonturms angefügt wurde, der laut OpenStreetMap rund 47 Meter hoch ist. Ein Wiener Ausflugsführer vermerkt, dass es sich wie beim Krokipark um einen verglasten Anbau in 20 Metern Höhe handelt; die gemeinschaftlich erstellte Karte verzeichnet es als vorspringenden Baukörper unter einem Glas-Pultdach.
Die Renovierung von 2023 hat die Wegeführung im Innern verändert: Stege und Rampen hängen nun an der Konstruktion, was den Raum leichter wirken lässt, und Steigungen von höchstens 6 % sorgen für einen stufenfreien Zugang. Für die Dielen wurde ein Holz-Verbundwerkstoff gewählt, weil er feuchtigkeitsbeständig und rutschfest ist und nicht splittert.
Der 2020 errichtete Zubau vor der Eingangsfassade führt dieses Prinzip verglaster Hüllen am Bunker fort: Er brachte 3.000 m² Nutzfläche, zwei Aufzüge, darunter einen Panoramalift, eine geschlossene Aussichtsterrasse und ein vergrößertes Café im 11. Stock. Im Zuge der Arbeiten wurde eine Photovoltaikanlage mit 202 Modulen installiert.
Pflanzensammlungen
Das Tropenhaus ist als gemeinsamer Lebensraum ohne Barrieren zwischen Tieren und Besuchern angelegt: Vögel fliegen frei, Weißbüschelaffen bewegen sich ungehindert, und auch Flughunde und Landschildkröten leben dort, in tropischem Klima. Der benachbarte Krokipark, ein weiterer verglaster Anbau, folgt demselben Prinzip mit fliegenden Vögeln und frei beweglichen Affen.
Der 2020 fertiggestellte Zubau beherbergt einen Madagaskar-Bereich mit Innen- und Außenteil, in dem Kattas und andere Lemuren, ein Schmalstreifenmungo, eine Riesenschildkröte und drei Komodowarane leben. Insgesamt zeigt das Haus des Meeres mehr als 10.000 Tiere auf über 5.000 m².
Besuch
Das Haus des Meeres steht im Esterházypark im Bezirk Mariahilf, neben dem Fritz-Grünbaum-Platz. Das Tropenhaus ist Teil des vertikalen Rundgangs durch den Turm, den man Stockwerk für Stockwerk durchläuft; seine Wärme macht es im Winter zu einer angenehmen Station, und ein Besuch des ganzen Gebäudes lässt sich leicht mit einem Spaziergang im Park verbinden.
Der Besuch kann oben enden, mit einer Terrasse im 9. Stock und einem Panoramacafé im 11. Stock. Außen trägt die Turmwand eine Kletterwand, die vom Österreichischen Alpenverein betrieben wird.
48.20° N, 16.35° E
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