Ökologisches Gewächshaus der Beobachtungshalle, Gunma Insect World (ぐんま昆虫の森 生態温室)
Kiryū (Niisato), Präfektur Gunma

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2005
- Architekt
- Tadao Ando (Tragwerk: Kanebako Structural Engineers)
- Stil
- Verglaste dreieckige Gitterschale auf einem Stahlbetonsockel
- Abmessungen
- Gewächshaus ≈1.100 m²; Halle 5.084 m²; ≈70 m zwischen den Ecken der Schale
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
Die Insektenbeobachtungshalle von Gunma Insect World, einem 2005 in Kiryū eröffneten, den Insekten gewidmeten Präfekturpark, wurde von Tadao Ando entworfen. Ihre große Glaskuppel, eine aus Dreiecken gebildete Gitterschale, herausgeschnitten aus einer Kugel mit 57,241 m Radius, deren drei Ecken etwa 70 m auseinanderstehen, überspannt ein ökologisches Gewächshaus von rund 1.100 m². Das Gewächshaus bildet die Umwelt der Insel Iriomote nach, mit subtropischen Pflanzen, einem Wasserfall und rund 800 Schmetterlingen von etwa vierzig Arten, die das ganze Jahr über frei umherfliegen.
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Geschichte
Gunma Insect World (ぐんま昆虫の森) wird von der Präfektur Gunma betrieben und nimmt in Niisato, in der Stadt Kiryū, ein Gelände von 45 bis 48 Hektar ein, je nach Quelle, ungefähr die Fläche von zehn Tokyo Domes. Der Park wurde rund um eine Satoyama-Landschaft, die traditionelle Kulturlandschaft Japans, und eine bei Tadao Ando in Auftrag gegebene Insektenbeobachtungshalle geplant.
Die Halle wurde im Herbst 2004 fertiggestellt, laut Wikipedia im September und laut den Tragwerksplanern Kanebako im Oktober; ihre Kosten werden auf rund 4,4 Milliarden Yen beziffert. Der Park öffnete am 1. August 2005 vollständig für die Öffentlichkeit, mit dem Entomologen 矢島稔 (Yajima Minoru) als erstem Direktor.
Zum Gelände gehört außerdem ein strohgedecktes Bauernhaus vom Typ Akagi, um 1870 in der Meiji-Zeit erbaut und rund 400 m² groß, das im August 2001 durch einen Blitzbrand beschädigt und anschließend instand gesetzt wurde. Von 2022 bis 2023 trug der Park auf Grundlage einer Namensrechtevereinbarung, die am 31. März 2023 endete, den Namen eines Sponsors, eines Pilzzuchtbetriebs aus der Region.


Architektur und Ingenieurbau
Die Beobachtungshalle hat drei Geschosse über und eines unter der Erde, an den Hang gesetzt, mit einer Gesamtgeschossfläche von 5.084 m². Ihre Stahlbetonteile, teils in Stahl-Beton-Verbundbauweise, tragen eine große Glaskuppel, deren Geometrie von Kanebako Structural Engineers geplant wurde.
Die Kuppel ist eine einlagige Gitterschale: ein Ausschnitt aus einer Kugel mit 57,241 m Radius, von drei Großkreisen begrenzt, was ihr einen dreieckigen Grundriss mit Ecken von etwa 70 m Abstand gibt. Ihr Raster besteht aus Dreiecken mit 4,5 bis 5 m Seitenlänge, die mit Glas gefüllt sind. Unter der Schale liegt das ökologische Gewächshaus von rund 1.100 m², das die natürliche Umgebung der Insel Iriomote nachbildet. OpenStreetMap verzeichnet die Halle als Architekturwerk von Tadao Ando, teilweise in den Boden versenkt, einen kurzen Fußweg vom Parkeingang entfernt.
Pflanzensammlungen
Das Gewächshaus, das der Park auch als Ort darstellt, an dem man Insekten aus nächster Nähe begegnen kann, birgt eine subtropische Vegetation, vergleichbar mit der von Okinawa, die ein Wasserfall durchzieht. Rund vierzig Schmetterlingsarten, etwa 800 Tiere, fliegen darin frei umher. Darunter befindet sich der Ōgomadara (オオゴマダラ), einer der größten Schmetterlinge Japans mit einer Flügelspannweite von 13 bis 15 cm, und der Tsumamurasakimadara (ツマムラサキマダラ), der auf den Inseln im Südwesten des Archipels heimisch ist.
Auf dem gesamten Gelände wurden mehr als 1.400 Insektenarten und etwa 80 Vogelarten verzeichnet. Zu den hervorgehobenen Insekten zählen Nashornkäfer, Hirschkäfer und der Ōmurasaki (オオムラサキ), der von Juli bis Anfang August zu sehen ist.
Besuch
Das Gewächshaus befindet sich in der Beobachtungshalle, nicht weit vom Haupteingang des Parks. Es ist das ganze Jahr über geöffnet und bietet im Winter einen warmen, hellen Zwischenhalt. Rechnen Sie mit etwa drei Stunden, um das gesamte Gelände zu erkunden.
Der Besuch setzt sich im Freien in einer Satoyama-Landschaft fort: Laubwälder, Reisfelder, auf denen im Juni Libellen und Glühwürmchen zu beobachten sind, Maulbeerfelder, eine Heuschreckenwiese, ein Teich und das strohgedeckte Bauernhaus. Nashornkäfer sind am häufigsten von Juli bis Mitte August zu sehen.
36.44° N, 139.25° E
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