Rutherford Conservatory (Rhododendron Species Botanical Garden)
Federal Way, Washington

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 2010
- Stil
- Zeitgenössisches verglastes Conservatory, im Winter frostfrei und im Sommer gekühlt
- Abmessungen
- 5.000 Quadratfuß (≈ 465 m²)
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet (montags geschlossen)
Im September 2010 im Rhododendron Species Botanical Garden in Federal Way eröffnet, liegt das Rutherford Conservatory zwischen Seattle und Tacoma. Es ist ein Conservatory von 5.000 Quadratfuß, das tropische Rhododendren (Vireyas) anbauen und zeigen soll, zusammen mit Begleitpflanzen wie Orchideen, Baumfarnen und Gewächsen aus der Familie der Usambaraveilchen. Es ist nach Francis C. Rutherford benannt, einem langjährigen Mitglied und Vireya-Liebhaber. Im Winter frostfrei gehalten und im Sommer gekühlt, bildet es die Pflanzengemeinschaften tropischer Gebirge nach, mit Wasserfällen, einem Bach und großen Felsbrocken. Der Garten zeigt dort an jedem Tag des Jahres Blüten.
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Geschichte
Der Garten, der das Conservatory beherbergt, ist das Werk der Rhododendron Species Foundation, die 1964 von Mitgliedern der American Rhododendron Society gegründet wurde. Ihre Sammlung ließ sich 1974 in Federal Way nieder, auf einem Gelände, das die Zentrale der Weyerhaeuser Company unentgeltlich zur Verfügung stellte; der Garten wurde 1980 eingeschränkt für die Öffentlichkeit geöffnet. Die Idee eines Hauses für Vireyas ist alt: Im Frühjahr 2000 kündigte der Kurator ein „Vireya House“ an, ein großes, temperaturgeregeltes geschlossenes Gebäude nahe dem Eingang und dem Geschenkeladen, dessen Innenraum sich am Peat House des Royal Botanic Garden Edinburgh orientieren sollte. Ein Architekturentwurf lag bereits vor, der Baubeginn wurde für den Herbst 2000 erhofft, und die Hälfte der damals geplanten 73.000 Dollar war gesammelt.
Die gelesenen Quellen sagen nicht, wie sich das Projekt danach entwickelte. Der Federal Way Mirror schrieb 2010, die Idee gehe auf mehr als zwanzig Jahre zurück, mit viel Planung, Spendensammlung und dem Sammeln von Pflanzen. Die öffentliche Eröffnung wurde für den 25. September 2010 angekündigt. Das Conservatory ist nach Francis C. Rutherford benannt, der über achtundzwanzig Jahre beim Drucken und Versenden des Rundbriefs Vireya Vine half; sein Vermächtnis an den Vireya-Stiftungsfonds, die größte Zuwendung, die die Stiftung je erhalten hat, trägt zur Finanzierung des Betriebs bei. Der Garten stellt das Gebäude als eine seiner größten Leistungen dar.


Architektur und Ingenieurbau
Das 5.000-Quadratfuß-Conservatory wurde laut dem Garten eigens entworfen, um Vireyas und die Pflanzen, die sie in den Gebirgen Borneos, Neuguineas und Südostasiens begleiten, anzubauen und zu zeigen. Da diese Arten in großer Höhe leben, ist das Gebäude kein heißes, schwüles Haus: Im Winter bleibt es über dem Gefrierpunkt, im Sommer wird es gekühlt, um die natürlichen Bedingungen der Pflanzen nachzuahmen. Von dem Garten veröffentlichte Fotos zeigen einen hellfarbenen Metallrahmen mit verglasten Wänden und einem Satteldach aus großen transparenten Platten, dazu ein giebelförmiges Vordach über dem Eingang.
Im Inneren führt ein Weg durch Bepflanzungen zwischen großen Felsbrocken, folgt einem Bach mit Wasserfällen und überquert eine Brücke. Ein künstlicher Baumstamm aus Moos und Rinde windet sich um einen der tragenden Balken in der Mitte des Gebäudes, um epiphytische Pflanzen aufzunehmen. 2010 erwähnte die Lokalpresse außerdem eine Felsskulptur, einen Brunnen und eine gepflasterte Terrasse. Keine der herangezogenen Quellen nennt den Architekten oder den Bauunternehmer oder gibt die Art der Verglasung an.

Pflanzensammlungen
Vireyas machen etwa ein Drittel der rund tausend bekannten Rhododendronarten aus, laut dem Garten etwa 300; das Conservatory zeigt insgesamt mehrere hundert Arten mit ihren Begleitpflanzen, gepflanzt zu Gemeinschaften, die ihren natürlichen Lebensräumen nahekommen. Der Rundgang stellt Rhododendron taxifolium von Luzon vor, das als stark gefährdet eingestuft wird und in freier Wildbahn möglicherweise ausgestorben ist; R. himantodes aus Borneo mit schmalen, schuppig überzogenen Blättern; R. stenophyllum mit roten Knospen und orangefarbenen Blüten; R. protistum, das einige hundert Fuß hoch werden könnte; und R. rushforthii aus dem Norden Vietnams mit metallisch blauem Laub.
Zu den Begleitpflanzen gehören Orchideen, Baumfarne wie Dicksonia antarctica, Gewächse aus der Familie der Usambaraveilchen, eine Schefflera macrophylla mit riesigen Blättern und Agapetes, zu denen der Garten die feinste Sammlung Nordamerikas zählt.
Besuch
Das Conservatory steht nahe dem Besucherzentrum und dem Geschenkeladen und wird von deren Seite betreten. Der ebene, barrierefreie Weg führt hindurch und an der angrenzenden Terrasse entlang, wo Bänke zu einer Rast oder einem Picknick einladen. Ein Besuch eignet sich für kalte oder regnerische Tage der Region: Die Wärme ist mild, und Blüten erscheinen das ganze Jahr, während die Blüte der Rhododendren im Freien zwischen Mitte März und Mitte Mai ihren Höhepunkt erreicht.
Der Garten bietet einen nummerierten Rundgang zur Selbstführung durch die Sammlung. Das benachbarte Pacific Bonsai Museum, das über denselben Eingang erreichbar ist, lässt sich gut mit einem Spaziergang zum Gartenpavillon, zum alpinen Steingarten, zur Blaumohnwiese und zur viktorianischen Stumpery verbinden.
47.29° N, 122.30° W
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Quellen (8)
- rhodygarden.org/rutherford-conservatory/
- rhodygarden.org/self-tour-rutherford-conservatory/
- rhodygarden.org/conservatory-opening/
- rhodygarden.org/visit/
- federalwaymirror.com/2010/09/20/world-class-rhododendron-gardens-new-conservatory-goes-tro
- scholar.lib.vt.edu/ejournals/JARS/v54n3/v54n3-hootman.html
- rhododendron.org/vireya/archive/VV/VV89-0210.pdf
- en.wikipedia.org/wiki/Rhododendron_Species_Foundation_and_Botanical_Garden
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