Tropenhaus im Tiergarten Ulm
Tiergarten Ulm, Ulm (Friedrichsau), Baden-Württemberg
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Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1980
- Stil
- Tropenhaus eines Zoos unter einem lichtdurchlässigen Dach (laut OpenStreetMap aus Glas)
- Abmessungen
- Grundfläche von etwa 860 m² (Umriss in OpenStreetMap)
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet, im Zooeintritt enthalten
1980 im Rahmen der Landesgartenschau in Ulm eröffnet, ist das Tropenhaus das tropische Haus des Tiergartens Ulm, des städtischen Zoos in der Friedrichsau. Laut dem Zoo tragen dort mehrere Hundert Pflanzenarten zu einem tropischen Klima bei, namentlich Bananenpflanzen, Kaffeesträucher, deren Bohnen bereits geerntet wurden, Vanille und Monstera. Gibbons, Klammeraffen, Krallenaffen, Kapuzineraffen und Krokodilartige leben zwischen dieser Vegetation. Der Umriss des Gebäudes in OpenStreetMap beschreibt es als Gewächshaus mit Glasdach auf einer Grundfläche von etwa 860 m².
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Geschichte
Das Tropenhaus entstand nicht mit dem Zoo, sondern mit einer Gartenbauschau. Der Tiergarten Ulm geht auf ein Affengehege und Fasanenvolieren zurück, die 1927 in einem Schuppen in der Friedrichsau eingerichtet wurden; 1935 wurde ein kleiner Tierpark begonnen, mit einem Aquarienhaus, Volieren und einigen Gehegen. Er schloss 1944, in dem alten Vogelhaus öffnete 1954 eine kleine Aquarien- und Terrarienschau, ein Brand zerstörte 1961 die gesamte Anlage, und 1966 wurde ein neues Hauptgebäude eröffnet.
1980 war Ulm Gastgeber der ersten Landesgartenschau Baden-Württembergs, nach dem im Dezember 1977 gefassten Beschluss, solche Schauen im Land abzuhalten. Vom 14. Mai bis 5. Oktober zog sie auf 30 Hektar in der Friedrichsau 1,35 Millionen Besucher an, verbunden durch einen 2,5 km langen Weg an der Donau mit den 26 Hektar des Glacis in Neu-Ulm. Der Zoo schreibt, das Tropenhaus sei im Zuge dieser Schau eröffnet worden. Die herangezogenen Quellen sagen weder, wer es entworfen hat, noch ob es eigens für den Anlass gebaut wurde.
Danach wuchs der Zoo: eine Freiflugvoliere und Affengehege im Freien (1986 laut der deutschen Wikipedia, 1993 laut dem Zoo), ein neues Bärengehege 2003, der Donautunnel 2008 und ein Betriebs- und Verwaltungsgebäude 2021. Vor der Wiedereröffnung im März 2021 wurden die Krokodilgehege renoviert. Der Zoo vermerkt, dass sich sein offizieller Name Tiergarten Ulm in den letzten dreißig Jahren durchsetzte, als neben dem Tropenhaus Außengehege und die Bären hinzukamen.


Architektur und Ingenieurbau
Keine der herangezogenen Quellen nennt den Architekten des Tropenhauses, gibt seine Maße an oder beschreibt seine Konstruktion: Es sind indirekte Hinweise, die es erlauben, es als Gewächshaus zu bezeichnen. Der Umriss des Gebäudes in OpenStreetMap, dessen angegebene Quelle die Basiskarte Maps4BW der baden-württembergischen Vermessungsverwaltung ist, trägt die Attribute Gewächshaus, Glaswände und Glasdach und zeigt ein unregelmäßiges Polygon von etwa 34 m mal 39 m, nahe an 860 m² Grundfläche. Ein frei lizenziertes Foto aus dem Innern, das den Klammeraffen „im Tropenhaus“ in der deutschen Wikipedia illustriert, zeigt über dem Holzgerüst des Geheges ein lichtdurchlässiges Dach mit metallenen Sprossen. Kein Text gibt an, woraus die Verglasung besteht.
Der Zoo schreibt, die Pflanzen trügen zu einem authentischen tropischen Klima bei. Das Gebäude grenzt an die Freiflugvoliere, und der Zoo zählt es zu seinen vier Hauptbereichen, neben dem Aquarienbereich, dem Terrarienbereich und den Außengehegen.
Pflanzensammlungen
Laut dem Zoo wachsen im Tropenhaus mehrere Hundert Pflanzenarten, die zu einem authentischen tropischen Klima und einer besonderen Atmosphäre beitragen; Gärtner pflegen und kontrollieren sie täglich. Manche tragen Früchte: Ein Kaffeestrauch hat bereits echten Kaffee geliefert. Der Zoo nennt Bananenpflanzen, Kaffee und Vanille unter den Nutzpflanzen und widmet weiteren tropischen Arten wie Kakao, Passionsblumen und Karambole eine Seite. Er hebt außerdem die Monstera mit ihren großen, eingeschnittenen Blättern hervor und beschreibt allgemeiner wärmeliebende Stauden und Bäume.
Für viele Besucher sind die Primaten die Stars: Gibbons, Klammeraffen, Krallenaffen und eine Gruppe Kapuzineraffen, dazu Krokodilartige, darunter ein Mississippi-Alligator namens Timo. Draußen gehören die Aras, die Freiflugvoliere und die Erdmännchen zum selben Bereich.
Besuch
Das Tropenhaus ist einer der vier Bereiche des Tiergartens Ulm, der im Park Friedrichsau liegt, einem Erbe der Landesgartenschau 1980. Der Zoo weist darauf hin, dass viele Gehege in Innenräumen liegen und ein Besuch auch bei Regenwetter geeignet ist; er ist ganzjährig geöffnet. Die Freiflugvoliere und die Erdmännchen liegen direkt daneben. Die Straßenbahnlinie 1 hält in der Nähe an der Donauhalle. Ein 2,5 km langer Uferweg, der an die Landesgartenschau anknüpft, verbindet die Friedrichsau mit dem Glacis in Neu-Ulm. Die tropischen Häuser des Botanischen Gartens der Universität Ulm, etwa vier Kilometer entfernt, sind ebenfalls im Katalog verzeichnet.
48.41° N, 10.01° E
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Quellen (8)
- tiergarten.ulm.de/unsere-geschichte/unsere-botanik
- tiergarten.ulm.de/unsere-geschichte/die-tiere/tropenhaus-neu
- tiergarten.ulm.de/unsere-geschichte/geschichte
- de.wikipedia.org/wiki/Tiergarten_Ulm
- bwgruen.de/schauplaetze/landesgartenschau-ulm-neu-ulm-1980/
- museen.de/tiergarten-ulm.html
- openstreetmap.org/way/98237286
- commons.wikimedia.org/wiki/File:Brown_spider_monkey_zoo_ulm.jpg
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