Tropengewächshäuser des Botanischen Gartens der Universität Ulm
Ulm (Oberer Eselsberg), Baden-Württemberg

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1997
- Stil
- Zeitgenössische Universitätsgewächshäuser
- Status
- An bestimmten Nachmittagen für die Öffentlichkeit geöffnet
Der 1981 auf einem ehemaligen Schießplatz auf dem Plateau des Oberen Eselsbergs gegründete Botanische Garten der Universität Ulm erhielt 1997 zwei Tropengewächshäuser, die seither durch weitere Anbauten ergänzt wurden. Am oberen Eingang des Gartens, oberhalb des Apothekergartens gelegen, umfassen sie ein Tieflandregenwaldhaus, ein Bergregenwaldhaus und ein Lehrgewächshaus. Sie beherbergen tropische Nutz- und Heilpflanzen wie Kakao, Vanille und Kaffee, außerdem Epiphyten, Farne, Gesneriengewächse und Bromelien, für Studierende und Besucher gleichermaßen.
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Geschichte
Der Botanische Garten der Universität Ulm ist eine junge Schöpfung. Die Genehmigung zu seiner Anlage erteilte 1981 das Ministerium für Wissenschaft und Kunst Baden-Württemberg, auf einem ehemaligen Schießplatz neben den Universitätsgebäuden auf dem Oberen Eselsberg im Südosten. Das Gelände wurde 1980–81 mit rund 150.000 m³ Aushub vom Bau des Universitätsklinikums umgestaltet. Der Garten umfasst heute etwa 28 Hektar.
Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung der Universität ist er an die Fakultät für Naturwissenschaften angebunden, insbesondere an die Biologie und das Institut für Botanik. Seine Aufgaben verbinden Forschung, Lehre und die Pflege dokumentierter Pflanzensammlungen mit einer öffentlichen Rolle: Der Garten dient den Einwohnern Ulms als Erholungsort und Besuchern der Region als Ausflugsziel.
Die Tropengewächshäuser kamen später hinzu. Laut der deutschen Wikipedia wurden 1997 zwei Tropenhäuser gebaut, gefolgt von weiteren Erweiterungen. Die Universität stellt heute drei Gewächshäuser vor: ein Lehrgewächshaus, ein Tieflandregenwaldhaus und ein Bergregenwaldhaus. Ihre Sammlungen wachsen stetig durch Forschungsreisen und Pflanzenaustausch mit anderen Botanischen Gärten. Die herangezogenen Quellen nennen weder den Architekten noch die Glasfläche.


Architektur und Ingenieurbau
Die Gewächshäuser bilden eine Gruppe eingeschossiger Gebäude am oberen Eingang des Gartens, neben dem Verwaltungsgebäude; der 2001 angelegte Apothekergarten steigt unmittelbar darunter in Terrassen ab. Die herangezogenen Quellen beschreiben weder ihre Konstruktion noch ihre Materialien.
Ihre Anordnung folgt einer ökologischen Logik. Das Tieflandhaus verweist auf ein Klima mit einer durchschnittlichen Jahrestemperatur von 25 bis 30 °C, mehr als 2.000 mm Niederschlag, gleichmäßig über das Jahr verteilt, sowie zwölf Stunden Tageslicht und zwölf Stunden Dunkelheit. Das Bergregenwaldhaus dagegen ruft Wälder zwischen 1.000 und 2.500 Metern über dem Meeresspiegel in Erinnerung, heller, kühler und feuchtigkeitsgesättigt, wo sich die vom Passat getriebenen Wolken an nach Osten gerichteten Hängen stauen.
Beim Gang von einem Haus ins andere wird der Gegensatz von Temperatur und Vegetation greifbar. Das Tieflandhaus dient zudem als „lebendes Labor“ für Lehre und Forschung; ausgestellt sind Poster, die Studierende in Praktika zur tropischen Ökologie angefertigt haben.
Pflanzensammlungen
Das Tieflandregenwaldhaus versammelt tropische Nutz- und Heilpflanzen: Kakao, Vanille, den Kautschukbaum, Neem und Ylang-Ylang. Zu den auffälligsten Pflanzen zählen Bananen, Ceylon-Zimt, Jadewein und mehrere Arten von Würgefeigen.
Das Bergregenwaldhaus zeigt den Reichtum an Epiphyten, Moosen und Farnen, der für diese Lebensräume typisch ist. Orchideen, Bromelien, Fuchsien, Passionsblumen, Gesneriengewächse und Aronstabgewächse wachsen neben Nutzpflanzen wie Kaffee, Avocado und Mate. Baumfarne, die kühle, feuchte Bedingungen bevorzugen, sind sein auffälligstes Merkmal.
Das Ganze ist für Studierende und Besucher gleichermaßen gestaltet, mit besonderem Augenmerk auf der Nutzung tropischer Pflanzen.
Besuch
Die Gewächshäuser stehen am oberen Eingang des Botanischen Gartens, auf dem Campus Oberer Eselsberg nordwestlich des Ulmer Stadtzentrums. Der Garten selbst ist täglich geöffnet, die Gewächshäuser empfangen die Öffentlichkeit dagegen nur an einigen Nachmittagen pro Woche und an einem Sonntag im Monat; bei Veranstaltungen wie dem Herbstfest sind sie ebenfalls geöffnet.
Der Besuch setzt sich durch die 28 Hektar des Gartens fort: den Apothekergarten mit seinen rund 200 Heilpflanzen, das Arboretum, den Bauerngarten, das Farntal, den Rosengarten und den Tagliliengarten, Blumenwiesen und Feuchtgebiete.
48.42° N, 9.96° E
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Quellen (6)
- uni-ulm.de/einrichtungen/garten/
- uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/gewaechshaeuser/
- uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/gewaechshaeuser/tieflandregenwaldhaus/
- uni-ulm.de/einrichtungen/garten/garten/gewaechshaeuser/bergregenwaldhaus/
- de.wikipedia.org/wiki/Botanischer_Garten_Ulm
- openstreetmap.org/way/187656103
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