Desert Garden Conservatory, The Huntington
San Marino, Kalifornien

Quellen geprüft im September 2026
- Jahr
- 1985
- Stil
- Schutzgewächshaus für Kakteen und Sukkulenten
- Abmessungen
- 280 m² (3.000 sq ft), innerhalb eines 4 Hektar großen Wüstengartens
- Status
- In Betrieb
Das 1985 im Desert Garden von The Huntington in San Marino eröffnete, 3.000 Quadratfuß große Schutzgewächshaus beherbergt mehr als 2.200 Akzessionen, die 1.261 Arten und Unterarten, 246 Gattungen und mindestens 43 Pflanzenfamilien repräsentieren, viele davon selten oder gefährdet. Es beherbergt Sukkulenten, die das örtliche Klima nicht im Freien gedeihen lässt, dient als genetische Reserve und Forschungsressource und versorgt das Programm International Succulent Introductions, das jährlich rund vierzig in Gärtnereien vermehrte Sukkulenten herausbringt.
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Geschichte
Das Gewächshaus setzt eine der ältesten Wüstenpflanzensammlungen der Welt fort. Der Desert Garden von The Huntington begann 1907, als William Hertrich, der erste Gartenverwalter von Henry E. Huntington, anfing, Exemplare aus örtlichen Gärtnereien, Privathäusern und öffentlichen Parks sowie auf Sammelreisen im amerikanischen Südwesten und in Mexiko zusammenzutragen. Huntington mochte Kakteen anfangs nicht; Hertrich überzeugte ihn, den Garten anzulegen, zu einer Zeit, als Xerophyten wenig geschätzt wurden. Der Garten erlangte nach und nach internationales Ansehen, so sehr, dass der brasilianische Landschaftsarchitekt Roberto Burle Marx ihn als den außergewöhnlichsten Garten der Welt bezeichnete.
Das Desert Garden Conservatory wurde 1985 eröffnet, um Sukkulenten aufzunehmen, deren Ansprüche selbst im Klima von San Marino im Freien nicht erfüllt werden können. Es dient zugleich als Erhaltungseinrichtung, Forschungsressource und Reservoir genetischer Vielfalt – zu einer Zeit, in der ein großer Teil der Flora der Welt bedroht ist. Es ist eng mit dem Programm International Succulent Introductions (ISI) verbunden, über das The Huntington in Gärtnereien vermehrte statt wild gesammelte Pflanzen abgibt; die spanischsprachige Wikipedia nennt John N. Trager als Kurator der Sammlung. 2020 erschien der Desert Garden auf einer US-Briefmarke der Serie „American Gardens“.


Architektur und Ingenieurbau
Das Gewächshaus bedeckt rund 3.000 Quadratfuß (etwa 280 m²) und steht im Desert Garden, dessen zehn Acres (4 ha) in rund sechzig Pflanzbeeten auf dem Gelände von The Huntington, 1151 Oxford Road, angelegt sind. Es ist ein Kulturgewächshaus und kein repräsentativer Schaupavillon; es soll den anspruchsvollsten oder empfindlichsten Arten, die das für Wüstenpflanzen günstige Klima von San Marino nicht allein schützen kann, eine kontrollierte Umgebung bieten.
Die bescheidene Größe des Schutzbaus entspricht dem Charakter der Sammlung: Die meisten großen Kakteen, Agaven und Aloen von The Huntington wachsen nur wenige Schritte entfernt im Freiland, manche erreichen beachtliche Größe. Das Gewächshaus konzentriert dagegen Sammlungspflanzen, oft seltene, die jeweils als Akzession einzeln katalogisiert und verfolgt werden. Die herangezogenen Quellen nennen weder den Planer des Gebäudes noch seine Konstruktion, Verglasung oder Klimasteuerung.


Pflanzensammlungen
Das Gewächshaus beherbergt mehr als 2.200 Akzessionen, die über 1.261 Arten und Unterarten in 246 Gattungen und mehr als 43 Pflanzenfamilien vertreten. Kakteen wachsen neben Aizoaceae, Agavaceae, Crassulaceae und anderen Sukkulentenfamilien aus dem Süden der USA, aus Mexiko, Argentinien, Bolivien, Chile, Brasilien, von den Kanarischen Inseln, aus Madagaskar, Malawi und Südafrika, viele davon selten oder gefährdet. Ihr ältester Bewohner ist möglicherweise ein 1928 auf Madagaskar gesammeltes Pachypodium horombense.
Zur Sammlung gehören außerdem die Schick-Hybriden, die überwiegend von Harry Johnsons Paramount-Hybriden der 1930er- und 1940er-Jahre abstammen und zwischen April und Oktober mehrmals blühen können. Über ISI bringt The Huntington jedes Jahr rund vierzig neue Sukkulenten an Züchter heraus, jede mit einer Freigabenummer gekennzeichnet: Aloe helenae etwa wurde als ISI 2019-16 verteilt, und Cyrtocarpa edulis gelangte 2021 über das Programm in den Gartenbau.


Besuch
Zum Gewächshaus gelangt man auf einem Spaziergang durch den Desert Garden, der mehr als 5.000 Arten von Trockengebietspflanzen beherbergt, darunter über 500 Goldkugelkakteen (Echinocactus grusonii), die größten davon mehr als 85 Jahre alt, sowie rund 200 Aloe-Arten im oberen Garten. Ein zwanzig Tonnen schwerer Cereus xanthocarpus wächst dort seit 1905, und The Huntington nimmt für sich in Anspruch, die größte Yucca filifera der Welt zu besitzen. In der Nähe der Seerosenteiche steht ein Kanarischer Drachenbaum, die älteste Pflanze des Gartens.
Der Winter ist die Zeit der Aloen mit den roten Blütenständen von Aloe arborescens, während die Puyas im April und Anfang Mai blühen. Ein Besuch lässt sich gut mit dem Japanischen und dem Chinesischen Garten sowie mit der Bibliothek und den Kunstgalerien verbinden.
34.13° N, 118.11° W
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Quellen (8)
- huntington.org/desert-garden
- huntington.org/desert-garden-conservatory
- en.wikipedia.org/wiki/Desert_Garden_Conservatory
- es.wikipedia.org/wiki/Conservatorio_del_Jard%C3%ADn_del_Desierto
- en.wikipedia.org/wiki/Huntington_Desert_Garden
- en.wikipedia.org/wiki/Aloe_helenae
- en.wikipedia.org/wiki/Cyrtocarpa_edulis
- en.wikipedia.org/wiki/Huntington_Library
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