Virginia Lake Winter Gardens (Rotokawau)
Whanganui, Manawatū-Whanganui

Quellen geprüft im Oktober 2026
- Jahr
- 1940
- Stil
- Moderne (stromlinienförmiger Art déco): Pavillons aus verputztem Mauerwerk mit einem Gewächshaus
- Status
- Für die Öffentlichkeit geöffnet
Am Ufer des Lake Rotokawau, eines 4,5 Hektar großen Sees, dessen Parkanlagen 1914 für die Öffentlichkeit geöffnet wurden, entstand 1940 zum Gedenken an die Hundertjahrfeier Neuseelands (1840–1940) ein Schauhaus für tropische Pflanzen. Sein Eingangsgebäude aus verputztem Mauerwerk im Moderne-Stil reiht flachgedeckte Pavillons unterschiedlicher Höhe aneinander, teils rechteckig, teils gerundet, während sich das Gewächshaus nach Norden erstreckt. Im Whanganui District Plan als Kulturerbeobjekt der Klasse B geführt, zeigt es tropische und subtropische Pflanzen neben Außengärten, die im Wechsel der Jahreszeiten neu bepflanzt werden.
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Geschichte
Der See, den die Māori nach dem kawau, einem einheimischen Kormoran, Rotokawau nennen, war ein Aalfanggebiet; der Überlieferung nach entstand er aus den Tränen von Tainui, die um Turere trauerte, der von seinem Rivalen Ranginui getötet worden war. Der Siedler Henry Shafto Harrison, der das Land 1839 durch ein Losverfahren in London erworben hatte und 1841 in Wanganui an Land gegangen war, benannte ihn nach einem See in Surrey in Virginia Water um.
Der Stadtrat kaufte den See im Juni 1874 als Wasserversorgung für die Stadt. Die erste Leitungswasserversorgung wurde aus ihm gespeist, erwies sich aber als so unbefriedigend, dass bald stattdessen der Westmere Lake angezapft wurde; als 1903 eine neue Versorgung in Betrieb ging, blieb das Gelände als Reservat zurück. Auf Drängen der Einwohner von St John's Hill und ihres Verschönerungsvereins veranstaltete der Stadtrat 1904 einen Gestaltungswettbewerb, den H. Sarjeant, E. A. Sarjeant und J. T. Stewart gewannen. Die Arbeiten dauerten zehn Jahre, und die Anlage wurde am 21. März 1914 offiziell eröffnet.
1940 wurde zum Gedenken an die Hundertjahrfeier Neuseelands (1840–1940) am See ein Schauhaus errichtet, das eine Auswahl tropischer Pflanzen zeigen sollte. Das 2012 von Ian Bowman und Nick Cable zusammengestellte Inventar des baulichen Erbes von Whanganui führt es im District Plan als Klasse B auf, ohne einen Architekten zu nennen; das Gebäude gehört dem District Council, der das Reservat verwaltet.


Architektur und Ingenieurbau
Die Winter Gardens verbinden ein eingeschossiges Eingangsgebäude aus zementverputztem Mauerwerk mit einem nach Norden hin ausgedehnten Glashaus. Das Eingangsgebäude ist im Moderne-Stil gehalten, dem schlichten Ableger des Art déco: Eine Reihe von Pavillons mit Flachdach, teils rechteckig, teils gerundet und von unterschiedlicher Höhe, ist aneinandergefügt. Der zentrale Haupteingang wird durch nach innen geschwungene Wände und ein flaches, gebogenes Vordach unterhalb der Attika betont. Die Schreinerarbeiten sind aus Stahl und Holz gefertigt.
Das Denkmalinventar hebt die langgestreckte Form, die gebogenen Wände, die Attiken und die stromlinienförmigen Details hervor, die für die Moderne typisch sind, und sieht in dem Gebäude ein Beispiel dafür, wie leicht sich dieser Stil an unterschiedliche Bautypen anpassen ließ. Am See gelegen, ist es ein weithin sichtbares Wahrzeichen. Dasselbe Dokument merkt an, dass es als Mauerwerksbau weiterhin anfällig für Erdbebenschäden ist.
Pflanzensammlungen
Das 1940 entworfene Glashaus, das eine Auswahl tropischer Pflanzen zeigen sollte, dient noch heute diesem Zweck: Es schützt tropische und subtropische Pflanzen vor dem Klima im Freien und hält das ganze Jahr über farbenfrohe Schauen am Leben. Der District Council beschreibt es als Gewächshaus aus der Zeit des Art déco, umgeben von thematischen Gärten.
Draußen erhalten die angrenzenden Gärten formale und saisonale Bepflanzungen, die sich im Lauf des Jahres ändern, und der Innenhof wurde in den letzten Jahren mit spielerischen Elementen aufgefrischt. Rund um den See führt der Weg an Pergolen mit Rosen und Glyzinen vorbei, und die Statue von Tainui von Joan Morrell wurde 2022 näher ans Wasser versetzt.
Besuch
Die Winter Gardens stehen im Reservat Rotokawau Virginia Lake an der Great North Road 110, im Stadtteil St John's Hill. Eine halbe Stunde genügt für das Glashaus und die angrenzenden Gärten.
Der Besuch lässt sich ganz natürlich um den bewaldeten Rundweg von etwa fünfundzwanzig Minuten um den See erweitern, der an Zierbrücken, einer Rotunde und dem schwimmenden Higginbottom Fountain vorbeiführt, der 1971 installiert wurde und abends in wechselnden Farben beleuchtet wird. Neben dem Glashaus liegen eine Freiflugvoliere, ein Café und ein eingezäunter Spielplatz, was den Ort zu einem beliebten Ziel für Familien macht.
39.91° S, 175.03° E
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Quellen (6)
- whanganui.govt.nz/Services/Parks-and-Reserves/Find-a-Park/Rotokawau-Virginia-Lake
- data.whanganui.govt.nz/wdc/HeritageSheets/92.pdf
- explorewhanganui.co.nz/winter-gardens-virginia-lake-whanganui/
- explorewhanganui.co.nz/virginia-lake-reserve-whanganui/
- en.wikipedia.org/wiki/Rotokawau_Virginia_Lake
- openstreetmap.org/way/370709868
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